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Abhärtung
( Mirco Berwing )
Abhärtung in der
Medizin
Abhärtung in der Kampfkunst

Abhärtung in der Medizin
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Den Begriff "Abhärtung" kennt der Nichtkampfkünstler auch,
nämlich aus dem Bereich der Medizin.
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Hier versteht man unter diesem Begriff das systematische Gegenwirken auf
alle verweichlichenden Einflüsse der modernen Lebensweise. Also die
Rückkehr zu einer naturgemäßen und somit gesunderen Lebensweise.
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Weil der moderne Mensch seine Lebensweise darauf abgestellt hat, sich alle
Anstrengungen und unangenehme äußere Einflüsse zu ersparen, führt dies
zu einer Verkümmerung der natürlichen menschlichen Abwehrregulationen. Die
Reaktion des Körpers drückt sich meist in krankhaften Erscheinungen aus.
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Wir leben in überwärmten Räumen, kleiden uns wohlig warm, bewegen uns
zu wenig und versuchen unsere Nahrung so zu gestalten, dass sowohl den
Zähnen als auch Magen und Darm ein Großteil der normalen Arbeit abgenommen
wird. Das ist aber eigentlich völlig falsch.
Aber.. auf die medizinische Seite wollen wir nicht weiter eingehen, kommen
wir zur Kampfkunst......
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Abhärtung in der Kampfkunst
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Abhärtung in der Kampfkunst ist sehr wichtig, ohne eine gewisse Härte
keine Kampfkunst. Man kann die Abhärtung in zwei Bereiche unterteilen:
1. die körperliche
Abhärtung
2. die geistige Abhärtung
1. körperliche Abhärtung
Ich kenne Zeiten, da gab es viele Kampfsportler, die stolz ihre dicken
Knöchel zur Schau trugen. Einige nannten sie "Eintrittskarte", wie
auch immer das gemeint ist. Heutzutage kann man die mit den "dicken
Knöcheln" suchen. Ich denke, dass dies ein Relikt der Anfangszeit im
Karate war, welches heutzutage nicht mehr greift. Denn wer, von denen mit diesen
Knöcheln, wusste denn schon um den eigentlichen Zweck der Abhärtung? Man
muss dazu sagen, dass in dieser Anfangsphase das Training auch viel von Hongkong
Filmen geprägt war. Wenn die Jugend damals aus dem Kino kam, in dem gerade ein
Bruce Lee Film lief, liefen alle so wie Bruce und stand man dann an der
Bushaltestelle, konnte man darauf warten, bis der erste eine Demonstration seine
Kung Fu Künste gab. Was damals was besonderes war, ist heutzutage nicht anders
wie Fußball.
Heute ist das Thema Abhärtung oft in Vergessenheit geraten, dass maximale ,
was man erleben kann, sind Liegestütze auf den Knöcheln und ab und zu evtl.
mal "Bauchhauen" zur Abhärtung der Bauchmuskeln. Ich kenne einige
Vereine, die sich überhaupt nicht mit dergleichen abgeben.
1.1. Was kann man Abhärten und warum?
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Körperteil |
Zweck der Abhärtung |
| Knöchel der Faust |
Die
Hand spielt in den Kampfkünsten eine Schlüsselrolle, den sie ist
meistens die oder eine der Hauptwaffen. Sie kann geöffnet oder
geschlossen benutzt werden. Anfänger trainieren zuerst oft mit
geschlossenen Fäusten, da hier die Verletzungsgefahr nicht so hoch ist.
Der Nachteil einer geschlossenen Faust ist oft der, dass sich durch die
Muskelanspannung des Schließens, der komplette Arm verspannt und
dadurch die "Arbeitsgeschwindigkeit" negativ beeinflusst
werden kann.
- Was kann passieren?
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Was
kann man tun? |
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Dadurch, dass die Hand so vielfältig
eingesetzt werden kann, ist sie natürlich auch erhöhten
Gefahren ausgesetzt. Finger oder Daumen können umknicken,
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Kräftigung
der Handmuskulatur durch spezielles Training, welches aber
ständig im Gesamttraining eingebaut werden muss. Ab und zu mal
was für die Hände tun ist genau so, wie nichts tun! Die Hände
sind Teile deiner Waffen, also behandele sie auch so. |
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Handgelenke können überdehnt werden |
Hand- und
Fußgelenke zählen zu den größten Schwachstellen in den
Kampfkünsten. Werden Kräftigungsübungen vernachlässigt, kann die ganze Hand als Waffe unbrauchbar
werden. |
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Durch Benutzung der geschlossenen
Faust, dienen die Gelenke meist als Trefferfläche. Ohne
Abhärtung kann die Haut oder die Gelenkkapseln verletzt werden. |
Verletzungen
der Haut an den Knöcheln passieren meist durch schlecht
geführte Techniken, z.B. werden Fauststöße nicht gerade
zum Ziel geschlagen, sondern im Bogen, die Haut kann einreißen.
Gelenkkapseln werden verletzt, wenn die Techniken zu langsam
oder ohne Hikite geschlagen werden. Ist das Ziel beim
Punch härter als die Knöchel, ist es wichtig die Technik so
schnell wie möglich wieder zurückzureißen, so, dass der
Moment des Auftreffens so kurz wie möglich ist. Das schütz die
Kapseln vor der Rückstoßkraft des Zieles. Je höher die Dichte
des Zieles, desto härter schlägt es zurück! |
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| Handkanten |
Die
Handkante ist wohl die bekannteste der Waffen (wie heißt es so schön:
"Bekannt aus Funk und Fernsehen!"). Die Benutzung der
Handkante ist nicht so risikoreich, wie ein Stoß mit der Vorderfaust.
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Was kann passieren? |
Was kann man tun? |
| Prellung des Gelenks zwischen Fingergrundglied des
kleinen Finger und 1. Mittelhandknochen oder Verletzung der
Handwurzelknochen. |
Trefferfläche für Handsword ist die
Handkante (der Mittelhandknochen 1 oder auch Ossa metacarpalia).
Also weder das Gelenk zwischen Fingergrundglied des kleinen
Finger und 1. Mittelhandknochen, noch irgendeiner der
Handwurzelknochen! Also: Zielen üben beim Blocken oder
Schlagen. |
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| Fingerspitzen |
Fingerspitzen
sind gute Waffen gegen Weichteile. Bei gutem Training können sie
punktgenau und durch die kleine Trefferfläche auch Wirksam
treffen. Leider gibt es in den verschiedensten Kampfkünsten immer
wieder "Theoretiker", die diese Waffen auch gegen harte Ziele
einsetzen, in der Partnerübung wie in der Form. Diesen Freunden viel
Spaß in der Reality!
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Was kann passieren? |
Was kann man tun? |
| Umknicken der Finger, Verletzung der Gelenke |
Kräftigungstraining der Fingermuskulatur und die
richtige Hand- und Fingerhaltung sind das A und O bei
Fingertechniken. Meist werden die Finger so gehalten, dass sie
sich während der Ausführung der Technik gegenseitig stabilisieren.
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| Ellbogen |
Ellbogentechniken
zählen zu den stärksten Techniken in den Kampfkünsten, da die
Trefferfläche sehr klein ist und das ausführende Gelenk sehr stabil.
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Was kann passieren? |
Was kann man tun? |
| Da das Ellbogengelenk sehr stabil ist, ist eine
Verletzung eher selten, aber....es kann schon mal passieren,
dass es eine Prellung abbekommt. |
Hier sind die selben "Spielregeln" wie
bei einem Punch zu beachten: Ist das Ziel härter als der
Ellbogen, dann möglichst schnell zurückziehen der
Technik. |
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| Unterarme |
Die
Unterarme sind gute Waffen zur Abwehr von Angriffen jeglicher Art. Das
bedeutet aber auch eine Belastung der Muskulatur und der Knochen. Im
Kenpo benutzt man die Unterarme nicht um Kraft gegen Kraft zu
blocken, sondern um die Angriffsbewegung von ihrem Ursprünglichen Weg/
Ziel (nämlich uns zu verletzen) abzulenken. Diese Art der Ausführung
ist am "gesündesten".
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Was kann passieren? |
Was kann man tun? |
| Prellung der Muskeln und Knochen bis hin zum
Knochenbruch. |
Exaktes trainieren der Technik, Einhaltung der Winkel.
Spannung der Muskeln im Unterarm während der Technik, Kräftigungsübungen
für den Unterarm. |
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| Füße |
Für
Fußtechniken gelten die selben Regeln wie für Handtechniken.
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Was kann passieren? |
Was kann man tun? |
| Durch falsche Haltung des Fußes bei Techniken wie
Snap Kick Verletzung des Mittelfußknochens oder der Zehen, beim
Knife Edge Kick Verletzung des kleinen Zehe oder des
Fußgelenks. |
- Snap Kick:
- - beachten der Trefferfläche, auf die Zehen
achten
- Knife Edge Kick:
- - rechtwinkliges anwinkeln des Fußes (Schutz des
kleinen Zehe)
- - anwinkeln der Zehe (durch Spannung Schutz)
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| Bauchmuskeln |
Bauchmuskeln
zählen zu den wichtigsten Muskeln, sie stabilisieren nicht nur den
Oberkörper, sondern sie schützen auch unseren inneren Organe vor
äußerer Krafteinwirkung.
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Was kann passieren? |
Was kann man tun? |
| Den Muskeln selber kann nicht allzu viel passieren,
aber bei ungenügender oder keiner Anspannung können
innere Organe verletzt werden. |
Richtige Spannung der Bauchmuskeln, aufrechter
Oberkörper, Schultern über der Hüfte halten |
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2. geistige Abhärtung
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Geistige Abhärtung ist eng verbunden mit der körperlichen Abhärtung,
dass eine funktioniert ohne das andere nicht. Die Härte insgesamt ist ein
Produkt aus geistiger und körperlicher. Geistige Härte bedeutet Leid zu
ertragen. Meist bringen Schüler schon einiges an körperlichen
Voraussetzungen mit, sind aber andererseits mit wenig geistiger
Persönlichkeit bezüglich der Kampfkunst ausgestattet. Deshalb bezeichnet
man diese Stufe meist als "Embryonalzustand". In früherer Zeit
wurden die Schüler, die von einem Lehrer trainiert werden wollten, zuerst
einer sehr harten Prüfung unterzogen, dessen Ergebnis Auskunft gab über
Charaktereigenschaften, Willensstärke, Bescheidenheit, Hartnäckigkeit und
kulturelle Bildung. Diese Prüfung war auch eine Art Garant dafür, dass man
sich nach deren Bestehen sicher sein konnte, einen "willigen"
Schüler zu bekommen. Denn Willen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen
für erfolgreiches Training.
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Ausführungen folgen später, oder besuchen Sie unsere Seminare
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