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Die Deutung der asiatischen Schrift auf der rechten Seite des Patches durch Ed Parker
Der Begriff "Kenpo"
Die Silbe "Ken" kommt aus dem japanischen und kann folgendes bedeuten: Bescheidenheit, Demut, klug, weise, Faust oder Schwert. Man kann hier schon erkennen, dass man die Bedeutung auf die unterschiedlichste Art und Weise auslegen kann. "Po" bedeutet "Recht". In Zusammenhang als "Ken Po" wurde es in früheren Zeiten meist als "Kempo" geschrieben und stand somit als japanische Bezeichnung für die chinesische Kampfkunst QuanFa (KungFu). Gemeint waren hier meist auch die verschiedenen Richtungen der okinawanischen Kampfkünste. Kempo mit "n" statt mit "m" zu schreiben führte erst Mitose ein und bezeichnete damit sein Kampfsystem. Also kann man sagen, schreibt man Kempo mit "n" (also Kenpo), deutet es meist auf einen Ursprung aus der Mitose-Richtung hin. "Kenpo" bedeutet "Faustrecht", in Japan wird mit "Kenpo" aber auch die japanische Verfassung bezeichnet.
Fehler oder bewusste Prüfung? Ed Parker erklärt in seinen Büchern die Übersetzung der unteren beiden Silben mit "leere Hand", was nicht richtig ist. Die vorletzte Silbe ist das alte Schriftzeichen für "kara" und bedeutet China (gemeint hier Tang-Dynastie (628-907). Solche "Fehler" gibt es einige in Ed Parkers Büchern. Es gibt Leute, die sagen, dass Ed Parker dieses mit Absicht tat, um die Schüler zu prüfen einerseits und um das Lernen von Techniken oder Formen aus Büchern zu erschweren andererseits. Ob nun Absicht oder andere Gründe für diese Fehler vorliegen, werden wir heute nicht mehr herausbekommen. Fakt ist, dass es umstritten ist, Bücher mit Fehlern herauszugeben, aus welchen Gründen auch immer.
Der Austausch der Schriftzeichen
Der Initiator des Austausches der Schriftzeichen war Gichin Funakoshi, der Begründer des modernen Karate. Funakoshi war sich nicht sicher, welches von den beiden Schriftzeichen früher verwendet wurde, da es über Karate keinerlei Aufzeichnungen gab. Er vermutete, dass es das Zeichen für "China-Hand" war, da dieses immer dann benutzt wurde, wenn man etwas besonders loben wollte. Denn es gab eine Zeit auf den Ryukyu´s, zu der die Bewunderung für die Chinesen sehr groß war. Das Problem welches Funakoshi sah, war ein anderes, durch diese Schreibweise könnte es dazu kommen, dass man das Karate mit dem chinesischen Kempo verwechseln könnte. Außerdem war es auch eine Art von Stolz der Japaner, der zu Austausch der Schriftzeichen führte, schließlich war Japan eine Art Weltmacht geworden, die es nicht nötig hatte für eine japanische Kunst chinesische Schriftzeichen zu verwenden. Funakoshi fand, dass das Schriftzeichen für "leer" eher den Charakter des Karate traf, welches eine Selbstverteidigung ohne Waffen war. Die wahre Bedeutung des Schriftzeichens "leer" aber, beschreibt Funakoshi in seinem Buch "Karate-Do Nyumon" wie folgt: "Wie ein leeres Tal, dass das Echo einer Stimme wiedergeben kann, muss der jenige werden, der dem Weg des Karate folgt, frei und leer, indem er sich von allem Egoismus und in aller Habsucht lossagt. Das Selbst sei im Innern frei und leer, der äußere Mensch sei aufrichtig. Das ist die wahre Bedeutung des Wortes "leer" in Karate."
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